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Fachwerkkirche, Park & Rosengarten


park rosen 01Die historische Fachwerkkirche auf dem Hof des Gutes Saathain, erbaut 1629, ist eine der ältesten und schönsten Südbrandenburgs. Sie befindet sich seit 1968 im Eigentum der Gemeinde Saathain, in Folge der Gemeindegebietsreform von 2003 nunmehr im Eigentum der Gemeinde Röderland. Nach der im Zusammenspiel von örtlichen Handwerkern und Denkmalpflegern vorgenommenen Restaurierung in den 80er Jahren erstrahlt die Fachwerkkirche seit ihrer Fertigstellung 1989 in neuem und unverwechselbarem Glanz und wurde der Öffentlichkeit nach Abschluss der Baumaßnahmen mit einem Eröffnungskonzert im Frühjahr 1990 wieder zugänglich gemacht. Um das Gebäude in seiner ganzen Schönheit sinnvoll zu nutzen und möglichst vielen Besuchern zugänglich zu machen, stellte sich der 1996 gegründete Förderverein "Kirche, Park und Rosengarten Saathain" e.V. zunächst das Ziel, in den Monaten April bis November in der Kirche eine Reihe von Sonntagskonzerten zu organisieren und durchzuführen.

 

Zum Gut gehören Park und Rosengarten, die ein schönes Ensemble bilden. Der Park gliedert sich, getrennt durch die nach Elsterwerda führende Straße in zwei Bereiche, den nördlich gelegenen alten Park, und den südlich der Straße gelegenen  neuen Park. Der alte Park war noch im 19. Jahrhundert als Hutung mit den Resten eines Auwaldes in den Flurkarten eingetragen. Dieser Auwald erhielt durch einen alten Flussarm der ab 1852 begradigten Schwarzen Elster sein Gepräge. Inzwischen ist der alten Park ein Landschaftsschutzgebiet. Im zeitigen Frühjahr ist dort die fast flächendeckende Blüte der Buschwindröschen eine ganz besondere Attraktion. Ein Spaziergang bietet dem aufmerksamen Beobachter zu allen Jahreszeiten eine einzigartige Flora und Fauna.

Der neue Park gehörte als Gartenanlage schon seit jeher zum Schloss und seine Grundgestalt ist noch erkennbart. Der 1958 in seiner Mitte errichtete Gedenkstein ist Zeugnis Saathainer Geschichte.

Im Jahre 1972 wurde erstmalig nach dem zweiten Weltkrieg eine gestalterische Veränderung auf der Fläche des ehemaligen Schlossgartens vorgenommen. Geplant war, einen Rosengarten anzulegen sowie auf noch vorhandenen Resten der Kellergewölbe der Schlossruine ein  Terrassencafé einzurichten.

Obstbäume und andere Reste des ehemaligen Schlossgartens wurden entfernt. Nur der noch heute existierende Walnussbaum wurde von den Rodungsarbeiten verschont und stellt somit ein Relikt des ehemaligen Schlossgartens dar.

Die Umgestaltung unterlag keinem Gesamtkonzept und veränderte somit das Erscheinungsbild des ursprünglichen Schlossgartens.

Es wurden Rosenbeete für 100, 50 oder 30 Rosenpflanzen angelegt. Die Rosenbeete wurden mit scchweren Borden eingefasst durch Zuckerhutfichten optisch getrennt. Auf diese Weise fanden 70 Rosensorten ihren Platz. Nach der Fertigstellung blühten im Rosengarten über 6000 Rosen. Im Jahre 1972 wurden weitere, zum Teil noch heute existierende Koniferen dem damaligen Zeitgeschmack folgend gepflanzt.

Das Terrassencafé wurde im Jahre 1974 fertig gestellt und eröffnet, kann aber seit den 90er Jahren wegen Einsturzgefahr - die Kellergewölbe haben sich weiter abgesenkt und zu Rissbildungen geführt,  nicht mehr genutzt werden.

Im Zuge des notwendigen Hochwasserschutzes wurde 2011 der Damm zur Schwarzen Elster erhöht und verbreitert. Dabei mussten auch Bepflanzungen entfernt werden, sodass auch einige der 1972 angelegten Rosenbeete parkseitig am Eslsterdamm nicht mehr vorhanden sind.